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"Action zu Wasser am Boden und in der Luft" Leuchtende Wasserkuppe und der Himmel darüber Artikel im Fuldarer Domspatz 2001, Thema: Wasserkuppe - Berg der Segelflieger
Klaus Willem Sitzmann nennt seine Arbeit Basisfotografie, gemacht mit eher einfachen Gerätschaften. Ab und zu wird ein wenig mit Filtern gespielt. Nachbereitung am Computer gibt es nicht. Wenn Sitzmann losgeht, dann heisst seine Begleiterin Spannung. Wird gelingen was man sich vorgenommen hat? Besteht doch oftmals nur eine Chance auf Zelluloid zu schicken was einem urplötzlich „besonders“ vorkommt.
In einem solchen Moment muß alles auf dem Posten sein, auch eine in die Jahre gekommene Minolta XG9, treues Werkzeug des Amateurfotografen. Er will fotografisch festhalten, was zur Freude seiner Augen ist, was ihn rührt, auch fasziniert. In Gersfeld werden Bilder ausgestellt, die in der Hauptsache die Wasserkuppe mit dem letzten Radom zum Thema haben. Andere Bereiche sind Indochina, Asien Überhaupt, das Baltikum und maritime Motive; hier haben es ihm vor allem die großen Segelschiffe angetan. Einladung zur Ausstellung "Wasserkuppe"
Einladung zur Eröffnung der Fotoausstellung "Warum stehen Sie davor? Ist nicht Türe da und Tor? Kämen Sie getrost herein - würden wohl empfangen sein". Vers des Geheimrat Leuchtende Wasserkuppe - Der Himmel darüber Am Sa.27.Okt.2001 Stadthalle Gersfeld G A L E R I E Unterwegs in der Luft Fuldaer Zeitung: Reportage und Bild Sitzmann
Ein prächtiger Morgen auf der Wasserkuppe. Vom Anfang der Startbahn, dort wo der rot-weiß karierte Bus steht, bis weit über das Ende des Fluggeländes hinaus ist klare Sieht, und man fühlt sich regelrecht „besehwingt“ und eingeladen, mit einem der Flugzeuge dort hinüber zu fliegen, zum Horizont und in die benachbarten Rhönregionen.
Aber zunächst geht es hinauf zur „Rhöngeiststube“. Es ist früh, kaum halb acht, einige Leute frühstücken bereits. Jeden Moment wird Harald Jorges hereinkommen, der die Segelflugschule hier auf der Wasserkuppe leitet. Dann geht es hinein in den Arbeitstag des langjährigen Piloten. Gegen acht Uhr wird das Büro im Schulungsgebäude besetzt sein, und Jorges kann sich seinen anderen Aufgaben widmen. Noch vor halb neun treffen die Flugschüler ein und der Schulleiter eröffnet das all morgendliche Flugbetriebsgespräch. Da wunderbares Wetter ist, geht Jorges bald auf die aktuellen Wetterbedingungen ein und man spürt, die Mannschaft „will raus“ ... will fliegen. Dennoch - Sicherheit hat Priorität. Zunächst werden Standardsituationen besprochen, die immer wiederkehren und in Fleisch und Blut übergehen sollen. Von überall her kommen die Schüler und Piloten, die hier versammelt sind. Nicht selten aus dem Ausland, aus der Schweiz, USA, Japan, gar aus Neuseeland.
Rege Betriebsamkeit
Das Wetter schürt etwas die Ungeduld im Saal, und Jorges ist bemüht, das Briefing zügig abzuhalten. Es werden die Schlepppiloten und die Fluglehrer eingeteilt, auch die Mitarbeiter, die in anderen Funktionen Dienst tun. Im Gesamtteam läuft es rund - jeder weiß, was er zu tun hat. Der Raum ist bald menschenleer, viele Hände schieben bereits die großen Hallentore in ihre Nischen. Die Maschinen werden herausgezogen und zum Startgelände gebracht. Dort unten am Zaun stehen schon viele Leute und beobachten die Szene. Wenn dann später richtig Bewegung auf das Fluggelände kommt, wenn eine Maschine nach der anderen nach oben zieht, kann man in den Gesichtern Faszination ablesen und Sehnsucht - hoch in den „Ozean der Luft“ (Jorges) zu fliegen und im Blau des Himmels und im Weiß der Wolken zu entschwinden.
Neugierige Fragen?
Auf dem Startplatz geht es jetzt richtig rund. Mitten drin steht Harald Jorges, wie er hin und her schwirrt, kurze Gespräche hält, das Funkgerät „hochreißt“ und voll in seinem Element ist. Der Tower ist besetzt, die Läden haben geöffnet, ein buntes Treiben der Menschen aus aller Herren Länder beginnt das Bild zu prägen. Und da viele Fragen haben, sind alle gefordert. Die Piloten und Fluglehrer, Kollegen in Funktion und Jorges. Er arbeitet in vorderster Linie, leitet und organisiert.
Alleine aber geht gar nichts. Da sind die Kollegen, Fluglehrer und Piloten und andere in verschiedenen Arbeitsbereichen, die mit ihm gemeinsam den Flugbetrieb organisieren und durchführen. Und vor allem steht die Gesellschaft zur Förderung des Segelfluges auf der Wasserkuppe e. V, deren Präsident Landrat Fritz Kramer ist. Die Gesellschaft verfolgt auf gemeinnütziger Ebene das Ziel, den Segelflug zu fördern und zu pflegen. Sie will Tradition bewahren, die in engem Zusammenhang mit der bedeutsamen Geschichte dieses Berges steht. Weiterhin pflegt und hegt sie das Gelände für den Flugbetrieb. Die GFS betreibt die Segelflugschule Wasserkuppe, die im Jahr 2004 80 Jahre alt wird und somit die älteste der Welt ist.
Reinhard, der Pilot von heute früh, hat ein paar Minuten Pause. Er ist Ende 50, hat erst vor zwölf Jahren die Ausbildung zum Piloten begonnen hier oben auf der Wasserkuppe und ist ihr, wie viele, die diesen Weg gingen, treu geblieben. Auch die Liebe zur Rhön ist stetig angewachsen und verbindet die Leute auf der Wasserkuppe. Es fällt auf, dass der Platz voll ist mit Flugzeugen. „Ja“, meint Reinhard, der aus dem Gebiet Groß-Gerau kommt, „da sind auch Flugzeuge der .Vereine Gersfeld, Poppenhausen und Fulda darunter.“ Außerdem beheimatet die Wasserkuppe die Mitglieder des Rhönflug Oldtimer Segelflugclubs Wasserkuppe Rhön e.V. und deren Maschinen.
Später Nachmittag. Langsam verschwinden die Maschinen vom Gelände, werden in die Hallen gebracht. „Komm, auf“, ruft es plötzlich, ein gut gelaunter Harald Jorges ist da und gibt Zeichen, ihm zu folgen. Er geht schnurstracks auf den „Pelikan“ zu, ein kleines, aber feines Flugzeug, das mit 100 PS kräftig motorisiert und in der Lage ist, Schlepparbeit zu leisten. Bis ich neben Jorges sitze, dauert -es geht eher eng zu im Pelikan. Die Maschine rollt langsam zur Startbahn hin. „Delta-Kilo-Uniform am Startplatz 06 - abflugbereit“, meldet der Pilot, zurück kommt: „Kilo-Uniform - Start frei“. Jetzt geht's in die Vollen. Beeindruckend wie kraftvoll und flott die Maschine nach vorne geht, kurze Zeit später abhebt, nach oben, in den Rhöner Luftraum hinein.
Jorges zieht die wendige Maschine nach rechts. Dann fliegt der Pelikan wieder gerade, und unten werden die Häuser und Anlagen schnell kleiner. Das Groenhoff-Haus, die Schule, das Museum, die am Startplatz noch verbliebenen. Flugzeuge. Noch ein Blick und das Radom gerät außer Sicht. Und so geht der Flug weiter über die Berge, Hügel und Täler der Rhön in Richtung Fulda. Herrliches Wetter, außerordentlich gute Stimmung, und es ist schnell geschehen, die Beschreibung solcher Momente im „Superlativ“ vorzunehmen. Unter uns das Industriegebiet Eichenzell-Welkers, rechts der Wartturm des Rhönklubs, Schloss Fasanerie mit Park und Teichen Sekunden später in voller Pracht - und da ist Fulda auch schon erreicht. Der Blick aus dem Flugzeug ist von anderer Qualität. Die Stadtpfarrkirche ragt mit unverwechselbarem Äußeren aus dem Meer der Häuser heraus, das Schloss, der Dom und die Michaelskirche, die Orangerie, der Bahnhof und das Areal der Gummiwerke - von hier oben ein einzigartiger Anblick.
Gerade noch den Aschenberg unter uns, fliegen wir dann am Rauschenberg vorbei, und schnell ist Poppenhausen erreicht, und wieder faszinieren Wachtküppel und Pferdskopf. Das Radom kündet von der Nähe der Landebahn. Jorges fliegt an der „Radarkugel“ vorbei und dreht noch eine „Ehrenrunde“. Danach unternimmt er die notwendigen Handgriffe und landet die Maschine sicher auf Rhöner Boden. ... von Unterwegs Fotografien von Klaus Willem Sitzmann im Helene-Weber-Haus
Vom Schiffsjungen James und alten Viermastern ( Artikel Domspatz. Text und Photos Sitzmann )
Die Gebrüder Walker, Eigner dieses eher heruntergekommenen und klapprigen Frachters, beschäftigten lediglich zwei Matrosen - aus Kostengründen.
John Walker, ein mürrischer Mensch mit wildem, grauen Bart, führte das Kommando, sein Bruder Henry, ein eher heiterer Zeitgenosse und krasser Gegensatz zum Kapitän, unterhielt sich gerne und lange mit alten Seefahrern, die über ihre Reisen und Erfahrungen auf See berichteten.
An diesem Abend nahm dann der Wind rasch zu und so ging Henry hinab in den Schiffsraum um nach der Ladung zu sehen, dass sie sich nicht verschöbe. Bald kam er wieder nach oben, an seiner Hand einen zerlumpten und schmutzigen Jungen, dessen Alter Henry auf etwa 13 Jahre schätzte. Ein blaues Auge hatte er, die Zehen schauten aus zerrissenen Schuhen heraus. Das andere, gesunde Auge blickte kühn und verwegen; Angst schien dem Kerlchen fremd zu sein. Kaptain John Walker zog finster die Brauen zusammen und begann ein strenges Verhör.
„Wie heisst du?“ -James Cook, Sir!“ -Nun Mister James Cook, du möchtest wohl billig reisen und fremdes Brot essen?“ - “ Nein Sir, ich will arbeiten!“ Getrieben von einer tiefen Sehnsucht Seefahrer zu werden und die Weltmeere zu befahren, hatte sich der Junge entschlossen Familie und Lehrwerkstatt zu verlassen, heimlich die Herkules zu betreten, um mit ihr nach Indien zu segeln. Ein Irrtum - das Schiff hatte Indien nie gesehen, hätte die Strecke dorthin und gar zurück, nie geschafft.
James Cook durfte bleiben und wurde Schiffsjunge. Die Karriere eines legendären Seefahrers begann.
2001 - Ungebrochen ist die Sehnsucht der Menschen Abenteuer zu erleben, neues zu entdecken, über die Meere zu fahren. Findet sich vielleicht doch noch ein Erdteil - der Sechste? Möglich ist alles - zumal es an wunderschönen alten Segelschiffen nicht mangelt. Sehen sie selbst!
Völlig im Bann der Segelschiffe( Zeitungsbericht Kieler Zeitung 2000 )
Aus Neugier ließ er die Bilder gleich entwickeln - eigentlich „wollte ich schon längst wieder weg aus Kiel sein“. Stattdessen stellt er nun einen Teil seines Werkes aus: Zu sehen sind die Bilder, die überwiegend während der Kieler Woche entstanden sind, ab heute bis einschließlich Donnerstag im Verwaltungsgebäude des Campingplatzes Falckenstein. Dort war Sitzmann schon am 10. Juni angekommen, um den Schönen der Weltmeere in ihrem Element nahe zu sein und sich „reinzufühlen“. Tag für Tag konnte man ihn dann, meist schon um 5 Uhr morgens, am Friedrichsorter Leuchtturm sehen. Doch meistens „lungerte“ er überall da herum, wo die großen Schiffe waren: zum Beispiel zur Windjammerparade auf der „Khersones“, oder auf der „Sedov“, die ihren achzigsten Geburtstag in Kiel feierte. Und immer hat Sitzmann „fotografiert, was das Zeug hält“. Schnell wurden aus den zehn Filmen, die er sich als Obergrenze gesetzt hatte, 40. Sein „Schlüsselerlebnis“ hatte der Sozialarbeiter auf Reisen vor einem Jahr, als er am Eröffnungstag der Kieler Woche mit der „Kaunas“ aus Litauen frühmorgens vor maritimer Kulisse einlief. „Da habe ich mich unsterblich verliebt und mir geschworen, nächstes Jahr wirst du zur Kieler Woche fahren“, erzählt Sitzmann. Zuvor hatte er sich in seiner 25-jährigen Karriere als Amateurfotograf mehr auf Land und Leute beschränkt. „Eigentlich kann ich gar nicht fotografieren - das Auge und das Herz machen's“, sagt der Mann, der ausschließlich mit einem Teleobjektiv arbeitet. Warum es ihm Schiffe so angetan haben, darüber kann er nur spekulieren: „Wahrscheinlich ist es das, was jeden Jungen und vielleicht auch Mädchen fasziniert: Das große Gefährt, das hinaus in die Weltmeere zieht - und mit ihm die Sehnsucht und die Fantasie.“ Doch Sitzmann will mehr als nur Fotos machen. In Gesprächen mit der Mannschaft oder den Menschen, die auf diesen Schiffen mitfahren, geht er auf die Suche nach der „Seele der Schiffe“. Das Resultat des Ganzen zeigt er nun -kurz entschlossen - in einer „ambulanten, improvisierten Ausstellung“. In dem quadratischen Raum am Campingplatz will er ein Gesamtkunstwerk „mit Atmosphäre“ schaffen. Ein bisschen aufgeregt ist Sitzmann schon vor seiner ersten Ausstellung, schließlich plant er weitere. Er selbst ist übrigens noch nie richtig übers Meer gefahren - und wenn, soll es auf seiner Favoritin, der „Sedov“ sein. Eilig hat er es damit , wie bei allem in seinem Leben, nicht: „Kommt Zeit, kommt Tat.“ Impressionen von unterwegs
Heinz Josef Algermissen, Bischof von Fulda. Aufnahme entstand bei Gottesdienst unter freiem Himmel
Dresden. Dr. Karl Ludwig Hoch begrüßt Altbundespräsident Walter Scheel. Es ist der Tag, an dem Turmhaube und Kreuz nach oben fahren.
O p e r n b a l l
Blick aus dem Flugzeug, aufs Blaue Wunder. Hier lebte ich 7 Jahre lang.
Frauenkirche und Neumarkt. Gewissermaßen mein fotografischer Lebensmittelpunkt ab 20. August 2002
Ohne Worte. Grafik: Micki Weiß Fulda / Sitzmann. Wie, Sie kennen Anna Matz noch nicht? Anna Matz seit 11 Jahren Schülerin von Frau Prof. Andrea Eckoldt, wurde 2007 Bundessiegerin des Wettbewerbs Jugend musiziert. Glückwunsch!
Anna Matz hält die Geige meines Großvaters Wilhelm Schmitt aus Löschenrod in Ihren Händen, auf der Sie zuvor die "Zigeunerweisen" wundervoll gespielt hat. Das Instrument ist etwa 150 Jahre alt und spielte nach 45 Jahren Ruhe durch Anna noch einmal für meine Mutter Helga. Diese kannte das Instrument von Kindheit an, da ihr Vater Wilhelm oft darauf spielte, besonders zur Weihnachtszeit. The WHO
Impressionen eines beeindruckenden Gotteshauses in Varna / Bulgarien Blick in die Orthodoxe Kathedrale von Varna am Schwarzen Meer
Je länger ich mich in dieser Kirche aufhielt, um so tiefer meine Gedanken zurück, in biblische Erinnerungen hinein: Arche Noha, Kain und Abel, der brennende Busch auf einem Berg .... Heiligenbilder allerorts ... Beeindruckende Heiligenbilder überall an den wundervoll verzierten Holzwänden der Kathedrale. |






Perfektion - definiert über beste Gerätschaften, umfangreiches Wissen über Formeln und Tabellen der Fotografie - ist sein Ding nicht. Es würde einengen. Spontanität behindern. 
Reportage von Klaus Willem Sitzmann
Das Motto schon uralt, im Umgang stets eine sehr individuelle und subjektive Angelegenheit: „Tust du eine Reise, kannst du viel erzählen“ Ist die Kamera dabei, lassen sieh besondere Momente und Ereignisse festhalten und können auch nach Hause transportieit werden. Der Eichenzeller Amateurfotograf Klaus Willem Sitzmann, war in den letzten Jahren mit Rucksack und Kamera viel unterwegs und zeigt in der Zeit vom 28. Januar bis zum 29. Februar 2002 Fotografien im Helene-Weber-Haus in Fulda. Themen sind Menschen. Still-Leben, Architektur. Stadtansichten, u. a. Erste Veröffentlichungen einer späteren Präsentation „Gassenbilder - Fulda aufs Dach geguckt“ - Fotografien, werden ebenfalls zu sehen sein.
An einem klaren Juliabend des Jahres 1743 verließ das Kohleschiff Herkules das englische State mit Kurs auf Dublin.
(pkr) Klaus-Willem Sitzmann ist ein Mann, der viel sitzt und dabei auf seine große Liebe wartet: große Segelschiffe. Die „Khersones“, die „Mir“, die „Sedov“, die „Kruzenshtern“ - ihnen allen hat sich der 49-Jährige aus der Rhön genähert und sie 1500 Mal in verschiedenen Posen und aus verschiedenen Blickwinkeln abgelichtet. 













