Sitzmann Fotografie


 

Queen dankte für Buch

( Fuldaer Zeitung - Volker Nies )


Ehrung für Fuldaer Fotografen Klaus Willem Sitzmann


Bei dem Fuldaer Klaus Willem Sitzmann (52) drehte sich in den vergangenen Jahren alles um sie, morgens, mittags, abends und nachts. Sie bestimmte seinen Tagesablauf und seine Gedanken. Die Rede ist nicht von einer Frau, sondern von der Dresdner Frauenkirche. Sitzmann dokumentierte mit seinem Fotoapparat den Wiederaufbau akribisch. Seine Bilder haben Atmosphäre und zeigen, dass er dieses Bauwerk in sein Herz geschlossen hat. Aus seinen Aufnahmen machte er mit viel Liebe ein spektakuläres Buch: „Die Dresdner Frauenkirche“ (edition Leipzig, 25 Euro).

 

Nach Dresden gebracht hatte ihn das Hochwasser im Sommer 2002. Der gebürtige Fuldaer, der in der Barockstadt Buchdrucker lernte und Sozialpädagogik studierte, hatte im August 2002 einen VW-Bus mit Kleidung vollgepackt, um damit Menschen in der sächsischen Kleinstadt Grimma zu helfen.

 

Bei der Rückfahrt nach Fulda fuhr er in Dresden vorbei -und war sofort fasziniert vom Eibflorenz. Sitzmann blieb drei Tage, begann zu fotografieren und kehrte dann für länger nach Dresden zurück. „Obwohl ich gerade nach Poppenhausen mit Blick auf die Wasserkuppe gezogen war - Dresden zog mich ganz stark in seinen Bann.“

 

Zwei Jahre lang beobachtete er die Arbeiten an der historischen Kirche, die durch britische Bomben 1945 komplett zerstört worden war, und brachte dann das Buch heraus. Jetzt staunte er nicht schlecht, als er ein Kuvert mit dem königlichen Siegel der Royal Mail in seinem Briefkasten fand. Über ihren Haushofmeister Vize-Admiral Sir Tom Blackburn ließ ihm Königin Elisabeth II. ihren persönlichen Dank für ein Exemplar seines Frauenkirchenbuches ausrichten. Durch das Einschalten des britischen Botschafters in Berlin hatte Sitzmann dafür gesorgt, dass das Druckwerk auch mit Sicherheit im Buckingham Palace in London ankam.

 

Aus den Bildern der Kirche entsteht jetzt auch eine Wanderausstellung, die in Coventry eröffnet werden wird und die nach vier Stationen in London schließen soll.

Sitzmann will noch zwei Jahre in Dresden bleiben, um ein Buch über das nächtliche Dresden herauszugeben, besucht aber regelmäßig seine Heimatstadt: „Ich brauche das Rhöner Kümmelbrot, die Wurst und das gute Hochstiftbier“, lacht der Fotograf.




Dank für „book about the Frauenkirche“

( Dresdner Morgenpost - Guido Glaner)


Post von der Queen aus dem Buckingham Palace

 

Wer kann schon auf Post direkt aus dem Buckingham Palace, obendrein im Auftrag der Queen, verweisen? Der aus Fulda stammende, seit zwei Jahren in Dresden lebende Fotograf Klaus Willem Sitzmann kann. Der Autor des Bildbandes „Die Dresdner Frauenkirche“ (edition Leipzig, 25 Euro) staunte nicht schlecht, als er kürzlich ein Kuvert mit dem königlichen Siegel der Royal Mail im Briefkasten fand.

 

Über ihren Haushofmeister, Vice-Admiral Sir Tom Blackbum, ließ Ihre Majestät, Elisabeth II, ihm ihren Dank für ein Exemplar seines Frauenkirchenbuches ausrichten. Sie sei erfreut gewesen, „das Buch als Erinnerung an ihren jüngsten Besuch in Deutschland und das Benefizkonzert zu Gunsten der Frauenkirche in der Berliner Philharmonie erhalten zu haben“.

 

Freilich ist Sitzmann nicht ganz untalentiert, sich solche Art Sternstunden selbst zu organisieren. Zunächst gelang es ihm, den Vorsitzenden des Londoner Dresden Trust, Alan Rüssel, für einen Aufsatz in seinem Buch zu gewinnen. Dann schrieb auch der Herzog von Kent noch ein paar nette Worte dazu. Schließlich schickte er ein fertiges Frauenkirchenbuch in die Britische Botschaft, was ihm eine Einladung für das Berliner Benefizkonzert Anfang November bescherte. Zum Dank dafür sendete der Fotograf ein weiteres Buch über die Botschaft an „Her Majesty Elizabeth II.“ Und nun darf er mit Recht stolz auf die Antwort der Königin sein.

 

Dem Schreiben mit dem seltenen Prägedruck im Briefkopf fehlt nun nur noch der passende Rahmen. „Dann bekommt es einen Ehrenplatz bei mir“, sagt Klaus Willem Sitzmann.